Aygül Özkan

En esta sección presentamos una biografía ( en alemán) de la protagonista de nuestro texto Aygül Özkan.

Aygül Özkan (27.August 1971 in Hamburg) ist eine deutsche Politikerin (CDU) und seit 2010 Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration in Niedersachsen.

Leben

Aygül Özkan ist die Tochter einer in den 1960er Jahren aus Ankara in der Türkei nach Hamburg zugewanderten Familie. Ihr Vater machte sich nach fünf Jahren Arbeit bei der Deutschen Bundespost mit einer Schneiderei selbstständig.Aygül Özkan besuchte das Gymnasium Allee Altona und erlangte dort 1990 ihr Abitur. Mit 18 Jahren, noch während ihrer Schulzeit, hatte sie sich für die deutsche Staatsangehörigkeit entschieden. Sie nahm ein Studium der Rechtswissenschaft mit dem Schwerpunkt Europa- und Wirtschaftsrecht an der Universität Hamburg auf. Nach dem 1. Staatsexamen folgte von 1995 bis 1997 das Rechtsreferendariat in Niedersachsen, mit Stationen u. a. an der Handelskammer Hamburg und im Europäischen Parlament in Brüssel. Sie legte das 2. Staatsexamen ab und ist seit 1998 zugelassene Rechtsanwältin am Landgericht Hamburg. Özkan absolvierte von 1998 bis 1999 ein Trainee-Programm für Nachwuchsführungskräfte bei der Deutschen Telekom, der sie in den nächsten Jahren beruflich verbunden blieb. 2004 übernahm sie die Leitung des Geschäftskundenvertriebs Nord bei T-Mobile, wechselte dann als Niederlassungsleiterin zum Logistikunternehmen TNT Post Deutschland und baute dessen Hamburger Filiale – mit rd. 400 Angestellten – auf. Özkan ist Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft selbstständiger Migranten (ATU) und unter anderem auch Mitglied der Wirtschaftsdeputation und des Integrationsbeirates der Hansestadt, sowie der Deutsch-Türkischen Juristenvereinigung.

Aygül Özkan ist mit einem türkischstämmigen Frauenarzt verheiratet und Mutter eines Sohnes. Sie erzieht ihren Sohn zweisprachig und bikulturell: „Mit dem Besten aus beiden Welten“

Politik

Aygül Özkan trat 2004 der CDU bei. Der damalige Hamburger CDU-Chef Dirk Fischer platzierte Özkan – mit einer sogenannten wild card jenseits der Hierarchien der Kreis- und Ortsverbände – auf dem sicheren 15. Platz der Landesliste zur Bürgerschaftswahl 2008. Im März 2008 wurde sie Fachsprecherin für Wirtschaft und Industrie ihrer Fraktion und saß im Sozial- und Gleichstellungsausschuss sowie im Wirtschaftsausschuss.

Am 28. Juni 2008 wurde sie zur stellvertretenden Vorsitzenden des CDU-Landesverbandes Hamburg gewählt. Sie engagierte sich für die Integration ausländischer Jugendlicher.

Am 19. April 2010 wurde bekannt, dass Özkan das Amt der Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration in Niedersachsen übernehmen soll. Damit ist erstmals eine Frau mit Migrationshintergrund und muslimischem Glauben Landesministerin in Deutschland. Sie folgt auf Mechthild Ross-Luttmann, die das Ministerium seit dem 7. Dezember 2005 geleitet hatte. Das Ministerium wurde gegenüber dem bisherigen Zuschnitt um den Bereich Integration erweitert, der bisher zum Ressort des Innenministers Uwe Schünemann gehörte. Auf den neuen Ressortzuschnitt angesprochen, erklärte Ministerpräsident Wulff: Frau Özkan solle „die schwerwiegenden Fehler, die jahrelang in der Integrationspolitik gemacht wurden, ausgleichen“. Özkan ernannte am 27. April 2010 Heiner Pott zum Staatssekretär in ihrem Ministerium.

Die Berichterstattung deutscher Medien hob am Tag der Bekanntgabe der Kabinettsumbildung hervor, dass es sich bei Özkan sowohl um die „erste Muslimin in einem (deutschen) Ministeramt“ handele, als auch um „Deutschlands erste türkischstämmige Ministerin“. Die Personalentscheidung fand ein großes und positives Echo in türkischen Medien. So erklärte der türkische Außenpolitiker Yaşar Yakış, dass die Entscheidung ein gutes Beispiel für die in Deutschland lebenden Türken sei, es bis in höchste Positionen schaffen zu können.

Migrationspolitik

Als neue Ministerin will Özkan vor allem die frühkindliche Bildung von Migrantenkindern stärken und bei deren Eltern dafür werben, dass sie ihre Kinder frühzeitig in die Kindertagesstätte (Kita) schicken. Ebenso setzt sie sich dafür ein, dass junge Migranten eine Lehrstelle finden und Unternehmer mit demselben Hintergrund junge Leute ausbilden. „Integration funktioniert am besten über den Arbeitsmarkt“ Özkan forderte in einem Interview mehr Richter mit Migrationshintergrund, „damit die Betroffen auch sehen, hier entscheidet nicht eine fremde Autorität, sondern wir gehören da auch zu.“ In Anlehnung an das Kruzifix-Urteil 1995 des Bundesverfassungsgerichtes, forderte sie, dass Unterrichtsräume an staatlichen Pflichtschulen frei von religiösen Symbolen zu sein hätten:“Die Schule sollte ein neutraler Ort sein”. Ein Kind müsse selbst entscheiden können, wie es sich religiös orientiere. Darum hätten auch Kopftücher „in Klassenzimmern nichts zu suchen“. Für diese Aussage wurde sie von Angehörigen der eigenen Partei, der CSU und dem Zentralrat der Muslime in Deutschland heftig kritisiert.

Ministerpräsident Wulff distanzierte sich daraufhin von der Position Özkans und erklärte: „In Niedersachsen werden christliche Symbole, insbesondere Kreuze in den Schulen, seitens der Landesregierung im Sinne einer toleranten Erziehung auf Grundlage christlicher Werte begrüßt“. Aus Gründen der Religionsfreiheit würden auch Kopftücher bei Schülerinnen toleriert – nicht aber bei Lehrkräften, was Özkan auch gemeint habe: „Frau Özkan hat ihre persönliche Meinung zur weltanschaulichen Neutralität geäußert, aber sie stellt die niedersächsische Praxis nicht in Frage.“

Özkan selbst stellte vor der CDU-Fraktion sowie in einer Erklärung vor dem niedersächsischen Landtag klar, dass sie das umstrittene Interview voreilig und „in Unkenntnis der in Niedersachsen gelebten Praxis“ gegeben habe.

Página personal de Aygül Özkan (click here)

Video sobre la toma de posesión de su cargo como Ministra:

 

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